Nach dem Ende der diesjährigen Badesaison ist es bitterer Ernst geworden: Die Ratzeburger Rotunde wurde abgerissen. Die Ortsgruppe Die Linke Ratzeburg bedauert diesen Schritt zutiefst und kritisiert die Entscheidung der Verantwortlichen weiterhin scharf.
In den vergangenen Monaten haben wir uns unermüdlich für den Erhalt und die denkbare Sanierung des Bauwerks eingesetzt. So organisierte die Ortsgruppe eine Mahnwache direkt vor Ort, verteilte Flugblätter und suchte in zahlreichen Gesprächen den direkten Dialog mit den Ratzeburgerinnen und Ratzeburgern.
Unser Ortsgruppensprecher Roland von Reeken führt aus: „Die Resonanz aus der Bevölkerung war eindeutig: Die Rotunde war vielen Menschen ans Herz gewachsen und sollte erhalten bleiben. Das Areal hätte für Begegnungen ohne Konsumzwang genutzt werden können. Dass diese Stimme der Bürgerinnen und Bürger am Ende übergangen und Fakten durch den Abriss geschaffen wurden, ist ein schmerzhafter Verlust für das Miteinander in unserer Stadt.“
Blick nach vorn: Perspektiven für das Gelände gestalten
Da über die künftige Nutzung des frei gewordenen Geländes noch keine finale Entscheidung getroffen wurde, richtet Die Linke den Blick nun nach vorne. Die Ortsgruppe fordert die Stadtpolitik und die Verwaltung eindringlich auf, die Fläche nicht Spekulationen oder einer reinen kommerziellen Verwertung zu überlassen.
Wir erneuern dazu unsere konkreten Vorschläge für die Neugestaltung des Areals:
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Gemeinwohl vor Profit: Die Fläche muss öffentlich zugänglich bleiben und einen Ort der Begegnung für alle Generationen und Einkommensklassen bieten.
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Ökologische und barrierefreie Gestaltung: Der Bereich sollte als naturnaher, barrierefreier Freiraum gestaltet werden, der zum Verweilen oder Sport treiben einlädt und sich harmonisch in das Landschaftsbild des Sees einfügt.
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Echte Bürgerbeteiligung: Die Entscheidung über die Nachnutzung darf nicht hinter verschlossenen Türen fallen. Die Linke fordert ein transparentes Beteiligungsverfahren, in dem die Wünsche der Ratzeburger Bevölkerung direkt in das Konzept einfließen, zum Beispiel einen Ideenwettbewerb oder Einwohnerversammlungen.
„Der Abriss der Rotunde lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Aber wie wir mit diesem wertvollen Areal an unserem Ufer umgehen, liegt jetzt in unserer Hand. Wir werden uns weiterhin konsequent dafür einsetzen, dass Ratzeburg ein Ort bleibt, der allen gehört und nicht nur wenigen nützt“, so von Reeken abschließend.
